Die Vereinsgeschichte

Die Idee für einen Marathonverein kam dem Stüder Friedhelm Weidemann, der seit 1985 engagiert Langstrecken lief, bei einem seiner Trainingsläufe auf der Böschung des Elbe-Seitenkanals. So trafen sich am 21. Dezember 1990 acht Stüder Frauen und Männer und gründeten den Marathon Verein Stüde:

Friedhelm & Erika Weidemann, Harry & Bärbel Petermann,
Wolfgang Freier, Claudia Frei, Wilfried Meyer, Reinhard Frei.


In dieser Gründungsversammlung wurde die 1. Satzung verfaßt und beschlos- sen. Der Zweck des Vereins war und ist die Durchführung von Langstrecken- läufen wie Marathon über 42,195 km und die Organisation geselliger Veran- staltungen.
In der sich anschließenden konstituierenden Sitzung wurde das Präsidium gewählt. Präsident wurde Harry Petermann, 1. Organisationschef wurde Friedhelm Weidemann, Erika Weidemann übernahm das Amt des Schatz- meisters und Wolfgang Freier wurde Schriftmeister.
1993 trat H. Petermann vom Amt des Präsidenten zurück, welches gemäß der im gleichen Jahr erfolgten 2. Satzungsfassung fortan entfiel. Das Präsidium wurde erweitert um das Amt des 2. Organisationschefs, das Torsten Bethge übernahm. Der Marathonverein erhielt 1998 das Vereinswappen. Im Jahre 2001 erfolgte die 3. Satzungsfassung und die Eintragung in das Vereins- register beim Amtsgericht Gifhorn.
Die Mitgliederwerbung war sehr erfolgreich, so daß der Verein bis zum 1. Heidemarathon am 28.04.1991 insgesamt 58 Mitglieder zählte. Im Jahr 2005 gehörten dem Verein 74 Mitglieder an.
Die Organisationsschwerpunke für den 1. Heidemarathon am 28.April 1991 wurden erörtert, festgelegt und die Verantwortlichkeiten unter den Grün- dungsmitgliedern verteilt. So mußte die Laufstrecke mit km-Schildern und Wendepunkten für Halbmarathon und Marathon versehen werden, Verpflegungsstationen, Strecken- und Funkposten eingeteilt und besetzt werden. Startnummern, Stoppuhren und Ziel-Einlauflisten mußten für die Erfassung und Auswertung der Zeiten bereitgestellt werden ebenso wie Urkunden, Auszeichnungen und Pokale für die Siegerehrungen. Auf dem Festplatz waren die Verkaufsstände der Speisen und Getränke zu plazieren, die Banderole für den Start/ Ziel-Bereich und die Hinweisschilder für die Parkplätze und die Zubringerfahrzeuge aufzustellen.
In den folgenden 4 Wochen wurden die jeweiligen Helferteams zusammen- gestellt. Die Durchführung der Laufveranstaltung wurde nur möglich durch die Unterstützung der ca. 100 Helfer, die mit Begeisterung dabei waren. Als Hauptsponsoren für den 1. Heidemarathon konnten die AOK und die Firma AEG gewonnen werden, die die Kosten für die Ausschreibungen, Plakate, Streckenschilder, Urkunden und T-Shirts übernahmen.
Durch die Verteilung der Ausschreibung bei diversen Laufveranstaltungen, einem Artikel in der Fachzeitschrift Spiridon und letztlich durch die Mund- propaganda konnten bereits im ersten Jahr 121 Teilnehmer in Stüde begrüßt werden. Davon 22 Marathonis und 99 Halbmarathonis, die entlang des Elbe-Seitenkanals von Stüde bis Schönewörde (HM) bzw. Wittingen (M) und zurück nach Stüde liefen.
In den Folgejahren ließ die Unterstützung und Hilfe der Mitglieder und der Stüder Bürger nicht nach, wenn es hieß, insgesamt rund 100 Helfer für diese Veranstaltung zu begeistern. Spaß und Frohsinn ist sowohl bei den Helfern als auch bei den Teilnehmern nach wie vor der hauptsächliche Ansporn, in irgendeiner Weise am Heidemarathon in Stüde teilzunehmen. Die jährlich von begeisterten Teilnehmern zugehenden Schilderungen und Dankschreiben bestätigen immer wieder das bemerkenswert angenehme und familiäre Flair. In jedem Jahr findet für alle Helfer und Mitglieder als Dankeschön eine Brunch-Veranstaltung statt, auf der nach Herzenslust geschmaust und genossen werden kann, gleichzeitig wird an diesem Tag auch die Jahreshauptver- sammlung abgehalten.
Darüber hinaus trägt der Verein in vielfacher Weise zur Festigung der Dorf- gemeinschaft bei, sei es durch finanzielle Unterstützungen des Schützen- vereins für die Akustikdecke des Schießkellers, durch Bezuschussung der Lüftungsanlage im großen Saal, Kauf einer großen Kaffeemaschine für das Bürgerhaus, Organisation von attraktiven Busreisen oder durch das alljährlich stattfindende Bockwurstessen am Heiligabend.
Die Laufstrecke Marathon wurde 1998 amtlich vermessen und mißt exakt 42.195 Meter.
Das Laufangebot wurde im Laufe der Jahre erweitert auf die Extrem–Diszi- plinen Doppeldecker 1994 (2x Marathonstrecke 42,195 km) und Triple 2000 (3x Marathonstrecke). Dazu kamen 1996 für die Nachwuchstalente bis zum 12. Lebensjahr der Bonsailauf über 900 m und 2004 für Jedermann das Walken über 12 km. Bis 2005 verzeichnete der Heidemarathon Stüde bei allen Disziplinen insgesamt 3164 Starter. Die sportlichen Aktivitäten der Mitglieder nahmen ständig zu. So gehören die Teilnahme an Stadt-Marathons wie in New York, Berlin, Hamburg, Boston, Hannover, Elbtunnel, Scan-Brücke usw. ebenso zum Programm wie die Extrem-Veranstaltungen Chinesischer Mauerlauf, Salzstocklauf 700 m unter NN, Wüste Sahara, La Reunion, Swiss-Alpin, Müritz-See oder 1988 der Empire State Building runup von Friedhelm Weidemann als erster Deutscher Teilnehmer in 16:20 min. 1994 folgte ein Marathonlauf auf der Queen-Mary-II, der F. Weidemann einen Eintrag ins Guinnesbuch der Rekorde brachte.
Die eifrigsten Läufer im Verein sind Friedhelm Weidemann mit 177 Marathon- läufen in 20 Jahren und Günter Bellwart mit 128 Läufen seit 1996. Diese beiden Stüder Läufer sind deshalb auch Mitglied des 1999 in Hamburger gegründeten 100 Marathon Clubs. Neben den internationalen Gästen aus Australien, USA, England, Dänemark, Holland, Polen und Spanien nahm 2004 ein Herr Björn-Erik Heide aus Norwegen und 1993 ein Herr Bernd Stüde aus Osnabrück am Heidemarathon teil. Ultraläufer aus der Weltrangliste wie die beiden führenden Deutschen Horst Preisler und Sigrid Eichner sind neben Hans-Joachim Meyer vom 100er-Club immer wieder gern beim Heidemarathon in Stüde, der im übrigen anerkannter DLV-Lauf ist, am Start.
Ein ganz besonderer Event für das Heidedorf Stüde und einmalig auf der Welt war der Jahrtausendlauf am Silvesterabend des 31.12.1999 zum 01.01.2000. 100 Starter aus Deutschland, England und den USA waren bei Schnee und Frost auf der Böschung des Elbe-Seitenkanals unterwegs in das neue Jahr- tausend. Der Silvesterlauf wurde auf Grund des sehr positiven Echos seitens der Läufer und auch der Helfer dann am Abend des 31.12.2001 zum 01.01.2002 in zweiter Auflage durchgeführt, wiederum mit Erfolg.
Highlights wie Bockwurstlauf, Silvesterlauf oder Extremläufe wie La Reunion, Salzstock, Elbtunnel, Sahara sind das Kreativpotenzial des Marathon Vereins und motivieren immer wieder viele, auch namhafte Läufer weltweit, zur Teil- nahme am Heidemarathon bzw. zur Mitgliedschaft im Marathon Verein Stüde.

Wolfgang Freier
(Schriftmeister)